Fachartikel

MÄR2020
Ausgabe 2/2020, Seite 15 | 20-03-15-1

Qual360 EU 2020: Konferenz in Berlin

Im kleinen Kreis

Beim europäischen Qual360-Ableger trafen sich diesmal 130 Teilnehmer am 18. und 19. Februar in Berlin. In mehr als 20 Vorträgen und einer Paneldiskussion drehte sich alles um die Welt der qualitativen Marktforschung. Research & Results war als Medienpartner dabei.
Konferenz für qualitative Marktforschung Qual360 EU 2020 in Berlin - Nachbericht von Research & ResultsFoto: © Redaktion
Das Motto der Konferenz „Where Innovation Happens“ hätte vielfach auch nur mit „Wandel“ oder „spannende Praxisbeispiele“ übersetzt werden können. Denn der Wandel ist in vielen Bereichen schon vollzogen, es gab aber interessante Weiterentwicklungen zu beobachten. So zeigte gleich am Anfang des ersten Tages Susi Thorimbert von Eurosport, wie mit biometrischen Messungen bessere und spannendere Übertragungen der Tour de France geschnitten werden können. Dass diese Messungen inhome erfolgten, ist das eigentlich Neue daran – beworben wurde der Vortrag aber mit der aufgeblähten Überschrift: „Disruption in the industry – How do we get ready for tomorrow today“. Etwas überambitioniert war auch der Titel des zweiten Vortrags, den der Hauptsponsor Quilt.AI gehalten hat: „Making a machine human – The world‘s first AI cultural researcher“. Vorgestellt wurde ein Tool, das zum Beispiel via Instagram-Analyse und AI Trends im Hautpflegebereich prognostizieren kann.


Methoden im Fokus

In vielen weiteren Praxisbeispielen wurden der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Anwendung von Online-Communities, Social Media Listening, Agilität im Innovationsprozess, VR-Brillen oder auch der Aufbau einer Wissensdatenbank zusammen mit den jeweiligen Kunden erörtert.
Neue Technologien haben also schon längst Einzug in die Welt der qualitativen Marktforscher gehalten, ohne die Menschen weniger zu beschäftigen oder gar überflüssig zu machen. Das war zumindest der Tenor der Paneldiskussion mit Fachleuten aus Instituten und Betrieben am ersten Tag.


Forscher positionieren sich

Zwei der Präsentationen beschäftigten sich auch mit dem Selbstverständnis der Marktforscher. Wie man die qualitative Marktforschung in einem B2B-Unternehmen etabliert, präsentierte Ericsson. Marcos Dreher von Hartmann forderte bessere Beziehungen zwischen den Kunden und Instituten, denn – nicht ohne Lust an der Provokation – wenn es um die Umsetzungen der Studien geht, seien seine Studenten mindestens so gut wie herkömmliche Institute.


Ethnographie & Co.

Bei einer Konferenz der qualitativen Fachleute darf die internationale Forschung nicht fehlen. Wie man in ländlichen Gebieten Asiens an die Zielgruppen kommt und welche Überraschungen bei den Interviews auf einen zukommen können, wurde in zwei weiteren Vorträgen dargestellt.
Den letzten Thementrend setzten Institute, die mit einem Methodenmix oder mit Künstlicher Intelligenz zum Beispiel Zukunftstrends aufspüren.
eu.qual360.com
Bericht: Birgit Maier


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