Fachartikel

JUL2019
Ausgabe 4/2019, Seite 10 | 19-07-10-1

Preview gfknewron auf dem Insight Summit 2019

Daten - und dann?

GfK Insight Summit 2019 in München: Die Redaktion von Research & Results war vor Ort. Hier unsere Eindrücke:
In München stellte GfK als Preview erstmals die neue Oberfläche gfknewron vor. Unser RückblickFoto: Redaktion
GfK-Sprecher Kai Hummel hatte in der Research & Results vor einem Jahr sehr deutlich die Transformation des Branchenriesen in einen technologiebasierten Datenanalyse-Anbieter benannt (Research & Results, Ausgabe 3/2018). Mit der Sneak Preview in die Oberfläche gfknewron auf dem diesjährigen Insight Summit hat dieser Umbau eine neue Ebene erreicht: gfknewron soll ermöglichen, mit einem 360-Grad-Rundumblick Daten zu verfolgen, diese in Echtzeit auszuliefern und somit klare Handlungsempfehlungen zu geben. Dieser Vorabeinblick bildete den Abschluss der Veranstaltung in München, die aufzeigen wollte, welche Daten bessere Unternehmensentscheidungen erlauben. Die Marschrute des Weltunternehmens hatte Europa- Chef Michael Müller am frühen Vormittag erneuert: GfK wolle der zentrale datengetriebene Dienstleister für Informationen in der Branche werden, der mit einem holistischen Ansatz Antworten für alle Bereiche von der Preisgestaltung bis zur Budgetplanung liefert, aber trotzdem ein „People-Business“ bleiben, so Müller.


Kein Unternehmen wie das andere

Bei dem Event im stylischen Obergeschoss des Werk 3-Gebäudes am Münchener Ostbahnhof wurden vor allem die individuellen Herausforderungen deutlich, denen sich die einzelnen Unternehmen gegenübersehen: So berichtete Sabine Menzel von L'Oréal, wie schwer sich viele Herstellerkollegen damit tun, mit Handelsfirmen zu kooperieren. Kein Problem mit dem Handel hat Philip Morris, seines Zeichens Weltmarktführer im Zigarettenhandel, will künftig aber aus vielerlei Gründen – Umsatzrückgang, Negativpresse, neue gesetzliche Hürden – nichts weniger als alle aktiven Raucher weltweit auf die angeblich gesündere E-Zigaretten-Alternative umstellen. Und mit einem Wechsel anderer Art sieht sich der chinesische Elektronikkonzern Huawei konfrontiert: Wie löst man den Verbraucher von seiner derzeitigen Smartphone-Marke? Denn dieser agiert getreu dem Motto: Ist das derzeitige Produkt zu alt oder kaputt, nimmt man das gleiche in einer aktuelleren Version. Nicht gut, wenn diese Marke statt Huawei Apple oder Samsung heißt.


Auf jede Frage eine (Daten-)Antwort

Auf all diese Fragen will GfK – aktuell mit der Consumer Insights Engine und künftig mit gfknewron – eine Antwort haben. Und zwar mit „smarter Datenintegration“, so Benjamin Ballensiefen: Die relevanten Fragen, die sich Unternehmen stellten, seien im Vorfeld eruiert worden, in das Aufsetzen der Plattform eingeflossen und lieferten so die gewünschten Antworten, erläutert er. Marktanalysen auf Datenbasis funktionierten (auch) deshalb, da die meisten Unternehmen gar keine umfangreichen Marktforschungsbudgets mehr bereitstellten, sondern lediglich kleine Teilaspekte eruieren lassen wollten. Dafür sei die Consumer Insights Engine mit ihren Features und Filtermöglichkeiten genau richtig, so ein GfK-Mitarbeiter gegenüber Research & Results. Verlassen hat sich Abschlussredner Jochen Schweizer lieber auf sein Bauchgefühl statt auf Marktforschung. Ansonsten hätte er nach eigener Aussage vieles nicht gemacht. Manchmal lohne sich das Risiko, so der Unternehmer.

Bericht: Sonja Mayer


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