Fachartikel

MAI2019
Ausgabe 3/2019, Seite 18 | 19-05-18-1

Exevia zum Jubiläum und neuen Marktmonitor

"Das verlangt auch viel Mut"

Das auf Pharma, Dental und Medizintechnik spezialisierte Marktforschungsinstitut Exevia feierte im April sein fünfjähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum hat das Nürnberger Unternehmen seinen neuen Dental-Marktmonitor gelauncht, der bereits auf der Weltleitmesse der Dentalbranche IDS 2019 im März durchweg positiv aufgenommen wurde. Research & Results sprach mit den Gründern Roland Herterich, Ulrik Scheuermann und Norbert Schell.
Die Geschäftsführer von Exevia im InterviewFoto: © Unternehmen
RR: Herzliche Gratulation zum fünfjährigen Firmenjubiläum! Die Gründung war und ist in der heutigen Marktsituation durchaus mutig. Wie sehen Sie das und wie kam es dazu?
Herterich: Norbert Schell, Ulrik Scheuermann, Andrea Gock und ich sahen bei GfK wenig Perspektive, da dort die strategische Ausrichtung geändert wurde und kundenspezifische Beratungsprojekte immer weniger eine Rolle zu spielen drohten. Die Firmenentwicklung bestätigt unsere damaligen Befürchtungen. Wir sind froh, den Schritt gegangen zu sein, der – da gebe ich Ihnen recht – auch viel Mut abverlangt hat.

RR: Welche Aspekte bildeten den Schlüssel zum Erfolg?
Herterich: Zum einen die thematische Spezialisierung auf die Bereiche Pharma, Dental und Medizintechnik, in denen wir über jahrelange vertiefte Expertise sowohl national wie auch international verfügen. Zum anderen bieten wir marktforschungsgestützte Beratung an. Auch hier konnten und können wir mit Wissen und Erfahrung punkten. Schließlich sind wir nicht nur passionierte Marktforscher, sondern kennen auch aus eigener Erfahrung die Welt des Kunden und können ihn dadurch besser beraten und unterstützen.

RR: Provokant gefragt: Kann Beratung in der Marktforschung nicht jeder?
Schell: Beraten können in der Tat viele. Antworten lassen sich immer finden. Aber eine fundierte Beratung, die richtige und passgenaue Antworten liefert, eben nicht. Denn diese beginnt bereits bei der Qualität der Daten, bei der Erhebung, der Fragestellung, der Auswahl der Zielpersonen. Und nicht zuletzt sind die analytischen Fähigkeiten bei der Datenauswertung unerlässlich. Wenn man 20 Jahre auf Kundenseite in Marketing und Vertrieb gearbeitet hat, hilft das ungemein. Man kennt die betriebliche Situation.

RR: Erläutern Sie uns Ihr jüngstes Projekt, den Dental-Marktmonitor.
Scheuermann: Kernstück des Monitors bildet ein Archiv mit etwa 80-tausend Artikeln, die Zahnärzte für ihre tägliche Arbeit einkaufen. Ein Panel mit über 1000 Zahnärzten füttert das Archiv in regelmäßigen Abständen. Pro Monat kommen etwa 400 bis 500 neue Artikel hinzu. Kunden, das heißt Hersteller von zahnärztlichen Materialien und Hilfsmitteln, können das Einkaufsverhalten der Zahnärzte über ein intuitives Dashboard abrufen. Das Dashboard ist sehr fein geclustet. So sind genaue Abrufe auch von kleinen Teilmärkten möglich, genauso wie Prognosen zum künftigen Einkaufsverhalten der Zahnärzte.  RR: Über drei Jahre Entwicklungszeit haben Sie in den Aufbau des Monitors gesteckt. Was waren die zentralen Herausforderungen? Scheuermann: Zunächst einmal mussten wir eine intelligente Artikelstruktur planen und umsetzen. Welche Bereiche gibt es, welche Unterbereiche, welche Verknüpfungen? Dann mussten die 80-tausend Artikel tatsächlich erfasst werden. Das war ein enormer zeitlicher Aufwand. Dann mussten wir ein geeignetes Programm entwickeln, das alle notwendigen Felder beinhaltet. Und zu guter Letzt war unser Ziel, ein einfach zu bedienendes Dashboard aufzusetzen. Besonders hilfreich war es, dass uns Zahnärzte und Kunden in der Entwicklungsphase unterstützt haben.
Interview: Sonja Mayer


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