Fachartikel

APR2019
Ausgabe 2/2019, Seite 30 | 19-04-30-1

Medienkonsumtrends als Basis für Forschung, Marketing und Werbung

Medien im Umbruch

Der Medienkonsum verändert sich, die Marktforschung muss reagieren. Welche Faktoren für relevante Umfragen und effektive Marketingkampagnen zu berücksichtigen sind, erläutert Ute Jaeger-Wolfe.
Medien durch Digitalisierung im Umbruch. Dynata in Ausgabe 2/2019Foto: © nongkran_ch – Fotolia.com, Farknot Architect, Proxima Studio, lvnl – Adobestock.com
Die digitale Landschaft wandelt sich immer schneller. Die ständige Weiterentwicklung mobiler Technologien, digitaler Tools und Plattformen beeinflusst die Verhaltensweisen und Einstellungen der Verbraucher. Doch auf welche Weise? Die Verbraucher sehen nach wie vor fern, lesen Zeitungen und Zeitschriften, hören Radio, nutzen Suchmaschinen und soziale Netzwerke. Bevor wir relevante Umfragen entwickeln können, die Verbraucher zur Teilnahme animieren, müssen wir also erst einmal verstehen, auf welche Weise Medien konsumiert werden.


Der Mensch im Fokus

Ein guter Grund für Dynata, sich an die Erfassung und Analyse von Medienkonsumtrends zu machen. Natürlich ist die Qualität während des Marktforschungsprozesses von großer Bedeutung. Absolut unerlässlich ist sie jedoch bereits in der Anbahnung eines Projekts, um eine solide Basis für den beginnenden Prozess zu schaffen. Deshalb konzentrieren wir uns für stichhaltige Ergebnisse auf das A und O: die Menschen, die an Umfragen teilnehmen und uns ihre Antworten übermitteln. Bessere Daten über Individuen führen zu besseren Daten von Individuen, woraus sich wiederum bessere Insights und Entscheidungen ergeben. Nachdem wir nun bei Dynata in höchste Datenqualität investiert haben, möchten wir die wichtigsten Konsumtrends vorstellen, die zu besseren Forschungskonzepten, umfassenderen Datensätzen und neuen Insights verhelfen können – für wirklich effektive Marketingkampagnen.


Trends bei der Gerätenutzung

Die Gerätepräferenzen beim Beantworten von Online-Umfragen geben Aufschluss über allgemeine Gerätetrends. So nutzen beispielsweise Teilnehmer aus Deutschland genauso wahrscheinlich wie in anderen Ländern ein Tablet (14 Prozent gegenüber 15 Prozent) und etwas häufiger als Teilnehmer aus anderen Ländern einen PC oder Laptop (74 Prozent gegenüber 67 Prozent). Weniger überraschend ist der Trend zum Smartphone bei jüngeren Teilnehmern: 38 Prozent aller deutschen Befragten antworten per Smartphone – jedoch ganze 52 Prozent in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. Wertvoll sind solche Erkenntnisse nicht nur für die Gestaltung von Online- Umfragen – unbedingt an Mobilgeräte denken! –, sondern auch für alle übrigen Aspekte von Marketing und Werbung.


Trends beim Medienkonsum

Die Medienlandschaft steckt im Umbruch, wobei VoD (Video on Demand) und Online-News traditionelle Strukturen aufbrechen. So entfallen in Deutschland 38 Prozent des Medienkonsums auf Fernsehen, 38 Prozent auf Online-Medien, 21 Prozent auf Radio und nur sechs Prozent auf Printmedien. All dies sind natürlich wichtige Einsichten für Werbetreibende, die ihr Budget strategisch auf die sich lohnendsten Kanäle verteilen müssen.


Vertrauen und Datenschutz

Beim Umgang mit Verbrauchern ist Vertrauen das Entscheidende. In Zeiten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geht es um ein aufgeklärtes Publikum, das in Bezug auf seine personenbezogenen Daten misstrauischer ist als je zuvor. Unsere Erkenntnisse untermauern dies: 84 Prozent der deutschen Befragten sind der Meinung, dass Verbraucher die Kontrolle darüber verloren haben, wie ihre Daten von Unternehmen erfasst und verwertet werden.
Andererseits: 82 Prozent dieser Befragten sagten auch, dass sie ihre Daten bereitwilliger weitergeben würden, wenn die Datennutzung durch Unternehmen transparenter wäre – und wenn sich mit der Datenweitergabe ein klarer Vorteil verbindet. Was bedeutet das für Werbetreibende? Nun ja, Verbraucher schätzen ganz eindeutig Ehrlichkeit – und in der DSGVO-Ära käme Unehrlichkeit ein Unternehmen auch teuer zu stehen. Also, legen Sie Ihre Karten auf den Tisch!


Besseres Verständnis, bessere Studien

Durch die Beleuchtung von Verbrauchertrends (Gerätenutzung, Medienkonsum, Datenschutz etc.) möchten wir Marktforschern, Werbetreibenden und Marketingverantwortlichen dabei helfen, nicht nur bessere Studien zu konzipieren, sondern auch ein besseres Verständnis all der Aspekte zu erlangen, die in unserer technologisch schnelllebigen Zeit Verbraucher umtreiben können. ■
Ute Jaeger-Wolfe ist Managing Director DACH und Central Europe bei Dynata. Sie arbeitet seit 20 Jahren in der Marktforschung, zuerst auf Institutsseite bei Unternehmen wie GfK, Ipsos und RONIN. 2005 folgte der Wechsel in die Panelwelt zu Lightspeed (Kantar). Dort war sie zuletzt in der Position Vice President, Client Development, Kantar EMEA tätig und unterstützte internationale Kunden bei der Umstellung komplexer Marktforschungsstudien von Offline zu Online sowie bei der Anbahnung neuer onlinebasierter Marktforschungsprojekte.
www.dynata.com

 


Diese Webseite verwendet Cookies. Cookies ermöglichen uns zu verstehen, wie Besucher unsere Webseite nutzen, damit wir sie verbessern und Ihnen das bestmögliche Erlebnis bieten können. Durch den Besuch unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Durch die Cookie-Einstellungen Ihres Internet-Browsers können Sie die Verwendung von Cookies blockieren. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz.
akzeptieren
Mehr Marktforschung für Sie mit dem Research & Results Newsletter.
« Zur Anmeldung »