„Herzlich willkommen auf der GOR 2010" begrüßt Melanie Rischke von der DGOF lächelnd die Besucher, die durch die Pforte der Universität Pforzheim kommen. Auf die Gäste wartet ein umfangreiches Programm: Workshops und Vorträge zu neuen Forschungsthemen, eine kostenlose Ausstellung, viel Networking mit alten und neuen Kollegen und ein abendliches Barbecue mit anschließender Verleihung des „Best Practice Award".

Die Uni Pforzheim erwies sich für die dreitägige Konferenz, auf der sich rund 300 Teilnehmer einfanden, als passende Location. „Wir haben es genossen, Gastgeber der GOR 10 zu sein und so viele Online-Experten aus Wissenschaft und Angewandter Forschung, die wir schon als gute Kooperationspartner kannten oder für unser Netzwerk gewinnen durften, so entspannt und angeregt auf unserem Campus zu erleben", resümiert Christa Wehner, Dekanin des Studiengangs Markt- und Kommunikationsforschung. Auch Martin Welker, der als neuer Vorsitzender der DGOF die Nachfolge von Olaf Wenzel antritt, findet: „Eine gelungene Konferenz. Die Straffung und Konzentration des Programms hat sich positiv auf die gesamte Veranstaltung ausgewirkt. Auch die Hochschule Pforzheim hat wesentlich zum Gelingen beigetragen. Die Besucher zeigten sich in ersten Reaktionen sehr zufrieden. Ein Highlight war sicher auch die Verleihung des Best Practice Award, den dieses Jahr die Porsche AG einheimsen konnte".

Die Keynote der Veranstaltung sprach Horst Müller-Peters von YouGov Psychonomics. Er wollte die immer wieder aufkommende Frage beantworten, ob Online-Umfragen jemals repräsentativ sein können. Nach dem Abwägen der Herausforderungen und der Möglichkeiten von Online-Forschung lautete sein Ergebnis ganz klar: „Yes, online can!".

Zur Podiumsdiskussion kamen am dritten Konferenztag Marc Smaluhn, Lorenz Gräf, Martin Grupe, Dirk Hohm und Moderator Holger Geißler zusammen. Die eingeladenen Experten sollten die Frage „Customer Panels - the next hip thing in market research?" klären. Martin Grupe von Toluna macht in Costumer-Panels einen großen Trend aus: „Kunden-Panels werden in Zukunft noch wichtiger werden. Unternehmen haben sich entschieden, zuerst mit ihren Kunden zu sprechen und dann ‚klassische‘ Marktforschung zu betreiben". Auch Lorenz Gräf von Globalpark stimmte ein: „Kunden-Panels sind wichtig für Unternehmen, um mit ihren Kunden in engen Kontakt zu treten". Marc Smaluhn, Zentraleuropa-Chef von Research Now, bekam das Schlusswort und bilanzierte: „Ich denke Kunden-Panels sind auf jeden Fall wichtig. Ob es ‚the next big thing‘ ist - das bezweifle ich...".

Feierlich in die Zukunft Die GOR-Party durfte natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Und so feierte man bei Barbecue und Bier gemütlich im Freien. Wer noch das Tanzbein schwingen wollte, verbrachte nach dem Essen noch ein paar Stunden in der Disco des Como Clubs. „Die Party war dieses Jahr wirklich wieder ein Highlight. Wir haben ausgiebig gefeiert bis spät in die Nacht. Der Como Club war cool. Es wurde viel getanzt und die Stimmung war bombig. Was will man mehr?", fasst Olaf Wenzel zusammen. „Für mich ist dies die letzte GOR in der Verantwortung als Vorsitzender der DGOF gewesen - eine schönere GOR zum Abschluss kann man sich nicht wünschen!", so sein Fazit.

„Gastgeber der GOR 10 zu sein war für uns ein großartiges Erlebnis", fügt noch Professorin Elke Theobald hinzu. „Wir haben viele Impulse für Lehre und Forschung mitgenommen und freuen uns auf die Fortführung der Diskussion bei der GOR 11".
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